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Die Wallfahrt im Spiegel der Presse

Kirchenbote 29/1982 18.7.1982:

Fragen an die Wallfahrer

am 10. Juli auf dem Weg von Osnabrück nach Telgte.

Warum gehen Sie mit?

"Ich gehe gern zur Muttergottes." (eine Hausfrau aus Oesede mit zwei verheirateten Söhnen)

"Ich habe schon häufiger festgestellt, daß ich Glück im Leben gehabt habe. Ich führe das auf Gottes Schutz zurück. Ich glaube, daß er es gut mit mir und unserer Familie meint, und ich gehe mit, weil ich Gott dafür danken will." (Ein 30jähriger Angestellter aus Georgsmarienhütte).

"Es gibt Leute, die haben Probleme, mit denen sie nicht fertig werden. Aber bei dieser Wallfahrt finden sie neue Kraft, ich habe solche Bekannte. Und wenn ich mit ihnen mitgehe, habe ich das Gefühl, sie finden vielleicht leichter neue Kraft." (Eine 26jährige Angestellte aus Wallenhorst).

"Mein Bruder ist mitgegangen und fand es gut, da wollte ich auch mit." (Eine 13jährige Schülerin aus Gellenbeck)

"Ich bin aus Neugierde mit dabei, weil die Leute, mit denen ich sonst so zusammen bin, Wallfahrt ziemlich massiv kritisieren. Da wollte ich mal sehen, ob die Kritik zutrifft. Ich glaube nicht, daß die Leute aus reiner Marienfrömmigkeit mitgehen. Unter den Jugendlichen entdecke ich oft sportlichen Ehrgeiz." (Ein Theologe und Sportstudent aus Bad Rothenfelde).

"Ich habe irgendwo mal den Spruch gehört: mit den Füßen beten. Das finde ich gut. Durch das häufige Beten und Wiederholen komme ich auf andere Gedanken. Ich komme zum Nachdenken und bete für die Leute zu Hause, für Leute, die in Schwierigkeiten stecken oder auch für die Mädchengruppe die ich leite." (Eine 22jährige Großhandelskauffrau aus Gellenbeck)

Was gefällt Ihnen?

"In der Gemeinschaft kann ich besser beten als allein." (Eine 14jährige Schülerin aus Gellenbeck).

"Daß so viele Jugendliche mitmachen ist schön." (Ein 16jähriger Schüler aus Hagen).

"Der Kreuzweg ist sehr anstrengend, weil man da seinen Körper fordert und die Anstrengung auf sich nimmt. Das finde ich aber wichtig, weil man daran sieht, daß zum Leben nicht nur das Angenehme, sondern auch das Kreuz gehört." (Eine 20jährige Studentin aus Gellenbeck)

"Die große Gemeinschaft, wenn alle zusammen beten." (Ein 25jähriger aus Gesmold)

"Hier merkt man, wie man sich gegenseitig hilft, wenn einer Schmerzen hat oder nicht mehr gehen kann, wird er von den anderen gestützt." (Eine 16jährige Schülerin aus Borgloh)

"Die Jugend ist sehr diszipliniert." (Eine 57jährige Hausfrau aus Glandorf).

Was gefällt Ihnen nicht?

"Ich finde manche Marienlieder zu schwülstig und überladen. Das kann ich nicht nachvollziehen." (Eine Studentin aus Gellenbeck)

"Meine Mutter bleibt zu Hause. Sie schafft das nicht, weil die Leute zu schnell gehen." (Ein Junge aus Borgloh, zum dritten Mal dabei)

"Ich kann mit der Marienverehrung nicht so viel anfangen." (Eine 20jährige Abiturientin aus Gellenbeck)

"Das Beten und Singen macht Spaß, aber manche Gebete sind zu lang." (Ein 17jähriger Maschinenschlosser aus Hagen)

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