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Die Wallfahrt im Spiegel der PresseWestfälische Nachrichten (8.7.2002): Eine Prozession der Superlative.11 500 Gläubige pilgern anläßlich der 150. Wallfahrt von Osnabrück nach Telgte. Von A. Große Hüttmann Telgte/Osnabrück. Als sich im Sommer 1852 eine Gruppe von 25 Personen um den Schneidermeister Mathias Eichholz zur ersten offiziellen Wallfahrt von Osnabrück nach Telgte aufmachte, da hätte es sicher niemand für möglich gehalten, dass aus diesen bescheidenen Anfängen einmal die zweitgrößte Fußwallfahrt Deutschlands werden würde. Die 150. Osnabrücker Wallfahrt wurde am Wochenende zu einer Prozession der Superlative: Rund 11 500 Pilger mehr als jemals zuvor machten sich nach offiziellen Angaben auf die 47 Kilometer lange Strecke. Drei Kilometer lang war der Pilgerzug, der von einem Tross an Treckern und Hilfsfahrzeugen begleitet wurde. Bereits um 3 Uhr am Samstag hatten sich rund 1 000 Pilger in der Osnabrücker Innenstadt auf den Weg gemacht. Das Jubiläum begeisterte die Massen: In jeder Ortschaft, an allen zentralen Straßenkreuzungen stießen weitere Gruppen aus dem gesamten Osnabrücker Land zum stetig anwachsenden Zug hinzu. Schon bei der Früstücksrast in Glandorf zählten die Organisatoren etwa Richtig voll wurde es nach der Mittagspause, als die Pilger aus Ostbevern auszogen. Ein Meer von Fahnen und Bannern und ein unübersehbarer Pilgerstrom mache sich auf die letzte Etappe. Zwar erwischte die Gläubigen kurz vor Telgte ein kräftiger Regenguss, doch dieser tat der Begeisterung keinen Abbruch mehr. Mehrere Tausend Menschen säumten die Straßen Telgtes, um die Wallfahrt bei ihrem Einzug zu sehen. Der Kirchplatz konnte die Massen kaum aufnehmen, als der apostolische Nuntius für Deutschland, Erzbischof Giovanni Lajolo, zusammen mit dem Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode und dem münsterischen Weihbischof Friedrich Ostermann die erschöpften Pilger begrüßte. Höhepunkt der Zeremonie: Bischof Bode legte dem Gnadenbild eine eigens für das Jubiläum angefertigte wertvolle wertvolle Plakette um. Dass das "Beten mit den Füßen" Zukunft hat, steht für die Osnabrücker außer Frage. In den vergangenen 20 Jahren beteiligten sich durchschnittlich 7 500 Pilger an der Prozession. Besonders bemerkenswert: Das Durchschnittsalter der Wallfahrer liegt bei unter 30 Jahren. |