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Die Wallfahrt im Spiegel der Presse

Westfälische Nachrichten (8.7.2002):

Wallfahrt der Superlative.

Zum 150. Mal waren die Osnabrücker in Telgte / Nuntius begeistert

-gn-Telgte. Es sei ein "grandioser Einzug" gewesen, ein Bild, das "alles Dagewesene der vergangenen Jahre weit übertroffen hat". Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode war ebenso ergriffen wie der Apostolische Nuntius für Deutschland, Dr. Giovanni Lajolo: "All meine Vorstellungen von dieser Wallfahrt und Erwartungen an diesen Tag haben Sie noch übertroffen", rief der Vertreter des Papstes den rund 11 500 Osnabrücker Wallfahrern am Samstagnachmittag auf dem Kirchplatz von St. Clemens zu.

Die 150. Osnabrücker Wallfahrt bot ein Bild der Superlative und bestätigte ihren Ruf als größte Fußwallfahrt Nordwestdeutschlands.

Seit nunmehr eineinhalb Jahrhunderten kommen die Osnabrücker jedes Jahr in die Emsstadt zur Schmerzhaften Mutter, um Trost und Kraft am Gnadenbild zu finden. Das möge auch in zukunft so bleiben, wünschte sich Weihbischof Friedrich Ostermann und hoffte, "dass die Wallfahrt noch vielen Menschen Zuversicht schenken werde".

Beim Einzug des drei Kilometer langen Pilgerzuges in Telgte säumten Hunderte Menschen die Straßen, um die Wallfahrer willkommen zu heißen. Die Stadttouristik ahtte 1 000 grün-weiße Fähnchen verteilt, so dass ein farbiges Fahnenmeer das Bild in den Altstadtstraßen prägte. Ein eigens von Heiner Hardensett aufgestellter Begrüßungsbogen rundete den feierlichen Gesamteindruck der 150. Wallfahrt ab.

Ein seltenes Bild bot sich den Wartenden kurz vor dem Eintreffen der Pilger: Ein Regenschauer drohte auch die schwarze Madonna zu durchnässen – Maria musste von den Gildebrüdern mit einer Art Regencape vor den Wetterwidrigkeiten geschützt werden.

Nach dem Empfangsgottesdienst unter freiem Himmel zog der technische Leiter der Wallfahrt, Karl-Heinz Schomaker, eine weitgehend positive Bilanz: Zwar sei der Verkehr aufgrund der Vollsperrung der B 51 in Westbevern zeitweise zusammengebrochen, doch mit solchen Problemen habe man häufiger zu kämpfen. Dafür sei der Pilgertross einmal mehr auf die Minute pünktlich in Telgte eingelaufen. Größere medizinische Notfälle, so die insgesamt rund 70 Helfer des Malteser Hilfsdienstes, seien nicht aufgetreten.

Die Hartgesottenen machten sich nach einer Nacht in Telgte gestern Morgen um Anschluss an Pilgerandacht und ein kräftiges Frühstück zu Fuß auf den Rückweg. Und mit Sicherheit, so Schomaker, kommen viele von ihnen zur 151. Wallfahrt im nächsten Jahr wieder.

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