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Die Wallfahrt im Spiegel der PresseNeue Osnabrücker Zeitung (12.7.2004) "Auch in den Pausen niemals die Schuhe ausziehen"Pilger-Tipps bei der Fußwallfahrt nach Telgte trotz des "durchwachsenen Wetters" wieder sehr gute Beteiligung Osnabrück Die Wadenmuskulatur benötigt Entsprannung, da hilft eine Massage mit Franz. Branntwein: In Oedingberge machen sich am Sonntag Sanitäter vom Deutschen Roten Kreuz und Malteser-Hilfsdienst bereit, die Gläubigen zu versorgen. Am Tag zuvor waren rund 7800 Frauen, Männer und Kinder nach Telgte gepilgert, gestern endete die Wallfahrt mit der Schlussandacht in der Oeseder St. Peter-und-Paul-Kirche. "Gleich werden wir gut zu tun haben", ist Meike Wissing, Leiterin des DRK-Ortsvereins Hagen, vorbereitet, bevor um 12.15 Uhr die Pilger pünktlich zur Rast eintreffen. Rund 40 Sanitäter sind im Einsatz, um wund gelaufene Füße und strapazierte Muskeln zu behandeln. Neben Oedingberge ind Glandorf und Ostbevern auf Hin- und Rückweg Rastpunkte. Mit jeder weiteren Pause haben die Helfer mehr zu tun. Bei der 152. Telgter Wallfahrt begleiteten aber auch Rettungs- und Krankenwagen kontinuierlich den Zug. "Schöpferische Pausen" können Pilger zudem in den von Traktoren gezogenen Anhängern einlegen. Auch Dorothee Wibusch vom Wallfahrtsverein Gellenbeck, schon zum zwölften Mal Teilnehmerin der Fußwallfahrt, genießt Franz. Branntwein und Öl, die Sanitäter Dirk Tobergte für die Massage verwendet: "Das wirkt hervorragend." Ihr Tipp: "Auch in den Pausen niemals die Schuhe ausziehen." Unangenehm ist mit zunehmender Strecke das Bergablaufen: "Das geht fürchterlich auf die Gelenke", hat Jörge Fricke vom Wallfahrtsverein Kloster Oesede festgestellt. Am Samstagmorgen um 3 Uhr war der Hauptprozessionszug am Johannisfriedhof in Osnabrück gestartet, dem sich die Mitglieder weiterer Wallfahrtvereine nach und nach anschlossen. Um 15.45 Uhr trafen die Gläubigen in Telgte ein, den Rückweg begannen sie am nächsten Tag um 8 Uhr. Pilger, die die gesamte Strecke absolvierten, legten insgesamt 91 Kilometer zurück. Während der Prozession werden heweils rund fünf Minuten Gebete gesprochen, dann ist "einige Zeit zum Klönen", berichtet Dechant Dr. Hermann Wieh von der Gemeinde St. Jhann. Er ist vor allem erfreut, "dass so viele junge Leute mitgehen". Trotz des "durchwachsenen Wetters" ist die Beteiligung sehr gut, versichert auch Karl-Heinz Schomaker, der seit 19 Jahren die organisatorische Leitung der nach Altötting größten Wallfahrt in Deutschland hat. Dazu gehört etwa die Anmeldung bei den zuständigen Straßenverkehrsbehörden in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Auf dem Rückweg Richtung Osnabrück übernehmen ab der Landesgrenze Beamte vom Polizeikommissariat Georgsmarienhütte die Begleitung. Die B51 als Wallfahrtsstrecke wird jeweils in Abschnitten gesperrt, dazu müssen die Umleitungsstrecken abgesichert werden, berichtet einsatzleiter Ralph Gras. Schomaker ist sich sicher, dass es sich für die Polizisten um einen ungewöhnlichen Einsatz handels: nämlich als große Demonstration, die friedlich verläuft.
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