001
002
003
004
005
006
007
008
010
011
012
013
014
015
016
017
018
019
020
021
022
024
025
026
027

Die Geschichte der Wallfahrt

Nach einer Vorbesprechung mit dem Generalvikar und Weihbischof Dr. Lüpke in Osnabrück, richteten am 26. März 1852 die Bürger:
- Gärtnermeister Gerhard Heinrich Meyer
- Kupferschmiedmeister J. v. Knobschuh
- Goldschmied Joh. Heinrich Diekmann
- Schneidermeister Mathias Eichholz und andere
luebke

an den Weihbischof schriftlich die Bitte, ihnen zu gestatten, am Feste Mariä Heimsuchung mit einer Fahne, die aber er erst außerhalb des Johannistores entfaltet werden sollte, eine Wallfahrt nach Telgte zu unternehmen. Nach Rücksprache mit dem damaligen Pfarrdechanten von Bruchhausen an St. Johann in Osnabrück, genehmigte dann der Bischof am 30. März 1852 die Wallfahrt unter den Bedingungen, dass der Wallfahrtsführer darüber zu wachen habe, dass alles Unerbauliche während der Wallfahrt sorgfältig vemieden werde und jeder Genuß von Branntwein und ähnlichen Getränken gänzlich zu vermeiden sei.


Prozessionsführer

Der erste Führer, bekleidet mit einem schwarzen Talar und Samtmütze, war der Schneidermeister M. C. Specht, der voller Würde seines Amtes waltete. Erst ab 1900 werden namentlich als Prozessionsführer die Küster Bernhard und Ferdinand Eichholz genannt, sowie die Kaufleute Johannes Eichholz, Antonius Lückertz und Karl-Heinz Schomaker ab 1985.

Geistliche Leiter

Da die Wallfahrt unter starker Beteiligung der Gemeindemitglieder von Dom, St. Johann und den benachbarten Kirchspielen zur Erbauung aller gut verlaufen war, richteten sich im Folgejahr eine Anzahl katholischer Bürger an den Pfarrdechanten mit der Bitte, sich beim Weihbischof dafür einzusetzen, dass zukünftig kein Laie sondern ein Geistlicher die Wallfahrt anführen solle. Der Bittschrift blieb der Erfolg zunächst versagt, bis durch eine bischöfliche Verordnung im Jahr 1856 der jeweils erste Pfarrkaplan oder Pfarrvikar von St. Johann zum geistlichen Leiter bestimmt werden solle.

wallfahrt 1952Trotz Verbote in den Kriegsjahren 1864-1866 und 1914-1918, des Kulturkampfes 1872-1882 sowie in der nationalsozialistischen Zeit von 1938-1944
pilgerten viele in kleinen    Gruppen oder ganz allein nach Telgte. Der älteste Rastpunkt liegt in einem kleinen Wäldchen an der Straße in Oedingberge, wo bereits zur 50.Jubiläumswallfahrt im Jahre 1902 eine Klause errichtet wurde.
An diesem Haltepunkt predigt seit je her auf dem Hin- und Rückweg der Geistliche Leiter der Wallfahrt, in den Jubiläumsjahren der begleitende Bischof.

 

657

Die Wallfahrt ist in ihrer über 150jährigen Geschichte für alle Altersgruppen attraktiv geblieben. Erfreulich ist jedoch der hohe Anteil von jungen Pilgern der rund 8.500 Teilnehmern die sich alljährlich auf den Weg machen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen